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Erlangen ein Klasse für sich

 

Am vorletzten Kampftag der Bayernliga ging es auswärts zum Aufsteiger DJK Aschaffenburg, der es in sich hatte. Dieses Mal auch schon etwas früher, da ein Doppelkampftag mit den Bayernliga Frauen angesetzt war. Somit wurde erst ein Durchgang Frauen, dann Männer und dann jeweils die zweiten Durchgänge durchgeführt.

 

 

Bereits im Vorfeld musste Mannschaftskapitän Sven Reß einige Ausfälle kompensieren indem er ein paar Kämpfer bewusst eine Gewichtklasse höher starten ließ, um möglichst gut in der Breite aufgestellt zu sein. Ebenfalls sorgten ein paar angeschlagene Athleten für einen Aufstellungswirbel bei den Gastgebern.


Der Auftakt lief leider nicht wie erhofft. So mussten gleich zu Beginn beide Punkte bis 81 kg den Gastgebern überlassen werden. Kurze Zeit später stellten Jawid Jauhari und Paul Arendt den Gleichstand wieder her. Anschließend erhöhte Eugen Khait noch um einen Zähler. Der erst 16-jährige Christopher Haas musste sich leider nach einem guten Kampf seinem erfahrenen Gegner beugen. Im Schwergewicht punkteten Volker Hummel und Benjamin Koncsek souverän.


Die letzte Gewichtklasse hatte es in der Hand, ob wir mit einer Führung oder einem Unentschieden in die Pause gingen. In den letzten beiden Wochen beklagte Vinzenz Dotzler noch Nackenprobleme, die unser mitgereister Physiotherapeut noch vor Ort behandelte. Dies tat Vinz so dermaßen gut, dass er über sich hinauswuchs und nach 8 Minuten Kampfzeit den erlösenden Wazari(mittlere Wertung) erhielt. Die Stimmung auf Erlanger Seite war atemberaubend. David Lim traf erneut auf Daniel Stamm (1. Bundesliga JC Rüsselsheim) die sich beide bereits in der 1. Bundesliga begegneten. Erst im Golden Score musste sich David geschlagen geben, der bis dahin sehr gut dagegenhielt. Folglich gab es eine knappe 6:4 Führung zur Halbzeit.


In der großen Pause, also quasi während des zweiten Durchgangs der Frauen, blieb genug Zeit, um nochmal kräftig durchzuatmen und taktische Maßnahmen einzuleiten. Des Weiteren heizte Mannschaftskapitän Sven seinen Männern noch einmal so richtig ein, was sich im zweiten Durchgang bemerkbar machte.


Der frisch eingewechselte Jesse Berr war voller Siegeswillen, zerstörte jeden Griff seines Gegners und packte blitzartig einen Tsuri-komi-goshi (Hebezug-Hüftwurf) aus. Diese Energiewelle schob sich auf die nächsten Kämpfer durch. 21 Sekunden benötigte Toni Wachter, Paul Arendt nur 16 Sekunden und Jawid erhöhte zum zwischenzeitlichen 10:4.


Der erst 16-jährige Tobias Schiebold, ebenfalls frisch eingewechselt lieferte einen Wahnsinns-Kampf, den er erst in der letzten Sekunde verlor. Eine beachtliche Leistung, da er mit 56 kg der leichteste und jüngste in seinem ersten Jahr bei den Männern ist. Auch Eugen ging an diesem Tag über die volle Kampfzeit und musste sich leider mit drei Shidos (Strafen) geschlagen geben. Im Schwergewicht machte Felix Schwob endlich den Sack mit einem wunderbaren Soto-maki-komi (Außendrehwurf) zu. Volker Hummel reihte sich mit 12 Sekunden in die Liste der schnellsten Ippons ein, die derzeit noch von Benjamin Knocsek mit 6 Sekunden angeführt wird. Somit verschmerzbar, dass in der letzten Gewichtsklasse beide Punkte an die Aschaffenburger gingen. Ein hart erkämpfter 12:8 Sieg gegen starke Aschaffenburger.


Am letzten Kampftag gibt es dann einen echten Finalkampf gegen den TSV Lenggries, die sich mit Kämpfern aus Großhadern verstärkten.

 

   
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