Traineranmeldung  

   

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Bild Urkunde Generationenpreis des BLSV

   

Echte Amateure im Oberhaus der Profis des Deutschen Judobundes!

 

 

Ein kurzer Blick zurück, wie alles begonnen hatte:

 

Als die Judoabteilung, durch den Gründer Gerhard Konarek, im Januar 1969 mit Leben erfüllt wurde, hätte niemand auch nur einen Gedanken an mögliche Erfolge des Jahres 2015 verschwendet. Wir, allen voran Gerhard Konarek, Norbert Barthelmes, Richard Reich, und Klaus Lohrer, u. a. hatten erst mal viel zu tun, um die Abteilung vorwärts zu bringen und mit aktiven Mitgliedern zu füllen.

 

Die „Schwierigkeiten“ haben anfangs schon damit begonnen, das uns die Trainingsnachbarn in der Jahnhalle belächelten und mit „ironischen Kosenamen“ belegten: Von denn Ringern wurden wir mit „die Schlafanzügen auf den blauen (Turner) Matten“ belächelt und die Trampoliner betitelten uns gar mit „die Weisslinge “. Das Verhältnis zu den Trainingsnachbarn verbesserte sich im Laufe der Jahre zusehends, in der Ringermannschaft starteten einigen Jahre Jürgen Zittlau und Heiko Koch.

 

In den ersten Jahren kamen die Mitgliederzahlen nur langsam in Gang, dann kamen aber große Schritte durch gezielte Anfängerkurse, in den ersten Jahrzehnten durch die Jugendkurse in der Rückertschule, dann gezielte Unterstüztungen durch Anfängerkurse für Erwachsene und in den letzten 15 Jahren ergänzt um Youngsterskures (6+7jährige) und das Familientraining.

 

Die Verantwortung lastete immer mehr auf Monika und Klaus Lohrers Schultern. Ab 1976 waren sie Beide dann plötzlich für alles Verantwortlich, Gerhard hat die Abteilungsleitung im Mai 76 aus privaten und gesundheitlichen Gründen ausgerechnet in der TV-Jahreshauptversammlung an das jung vermählte Ehepaar (03/76) unter dem Beifall der stimmberechtigten Vereinsmitglieder übertragen. Damit waren sie gewählt und bestellt, nunmehr „Mädchen“ für Alles: für alle Trainingseinheiten, fleissige Lehrgangsbesucher, Kyu-Ausbilder/-Prüfer, Danausbilder/-prüfer, für den Wettkampfbetrieb für alle Altersklassen (von Jgd D – A, bis hin zu den Erwachsenen) und der neu gegründeten Bezirksligamannschaft zuständig, des Weiteren Kampfrichter, Wettkampforganisatoren,Bistro-Betreiber, Freizeitgestalter und, und ,und. Klaus ist immer in der Mannschaft in Mehrfachfunktion dabei: Trainer, Coach, Kämpfer und Organisator der Heimkämpfe, nachdem sich Monika Ende 1998 löste, um sich selbst zu verwirklichen.

 

Die ersten Stützen der Mannschaft waren Klaus, Gerd Macholdt, Heiko Koch, Jürgen Zitllau und dann kamen noch Max Brunner und Holger Rieß sowie Christian Schell dazu, wobei die ersten vier Genannten die Mannschaft zum Teil bis in die Bundesliga führten.

 

Monika konnte bei dem Projekt Zusammenarbeit in Schule und Verein“ ab Herbst 1980 zusätzlich punkten und die TVE Judoabteilung noch mehr ins Gespräch bringen. Wurde der jungen Mutter eines Sohnes doch ab dem Schuljahr 1980/81 die Trainingsleitung für die neu gegründeten Judogruppe im Christian Ernst Gymnasium (CEG) übertragen. Klaus konnte ab dem Schuljahr 1981/82 auch die erste Schul-Judogruppe an der RS II einrichten. Beide hatten im Lauf der 1980iger und bis weit in die 2000er Jahre (Klaus dann allein) zusammen wöchentlich in der Blütezeit bis zu 14 Unterrichtseinheiten gehalten, mit insgesamt bis zu 180/200 Schüler/Innen aus bis zu 8 verschiedenen Schulen aller Schularten, von Hauptschule über Realschule zum Gymnasium. Das CEG wurde im Schulsport „Jugend trainiert für Olympia“ mit ihrer Trainerin Monika 2x Bayerischer Schulmannschaftsmeister, bestehend aus lauter Schulsportlerinnen, ohne eine einzige Vereinssportlerin!

 

So erhöhten sich die Mitgliederzahlen stetig, ab den 2000dern ging es dann so richtig in Richtig 250/300 Mitglieder aller Altersstufen, auch im Erwachsenenbereich, vor allem durch Eigengewächse. Die Einzelerfolge und vor allem die Erfolge in den diversen Ligen: von der Bezirksliga über Landesliga Nord, Bayernliga, Regionalliga, 2. und dann jetzt aktuell 1. Bundesliga haben ihren Teil zu dem aktuellen Mitgliedererfolg bis über 400 Mitglieder beigetragen.

 

Seit Jahren sind wir nach den Fußballern (hatten wir einige Jahre überholt) die 2. größte Wettkampfabteilung, die Größte in Mittelfranken und die zweitgrößte nach München-Großhadern (ca. 650 Mitglieder) und weit vor dem TSV Abensberg (ca. 150 Mitglieder).

 

Die Übungsleiter-/Trainerzahl ist in dieser Zeit auch stetig gewachsen und liegt derzeit bei über 30 Personen, die in mehr als 14 unterschiedlich starken Trainingsgruppen über 24 Übungseinheiten mit insgesamt mehr als 300 Teilnehmern/Innen absolvieren ‚(darunter auch Gästen aus ganz Nordbayern, z. T auch aus dem Süden).

 

Wir verfügen aktuell über 69 Danträger , das sind zu 80 % Eigengewächse und repräsentieren addiert 133 Dan, bis zum 6. Dan (Kerstin Amann). Die Hauptgruppe stellt der 1. Dan mit 57 Schwarzgurten.

 

Auch als Kampfrichter sind wir im Laufe der Jahrzehnte nunmehr auf allen Ebenen der Welt (IJF: Kerstin Amann über die Deutsche Ebene (Hinnerk Hagenah, Daniel Backofen, Martin Jung, Gert Langrock und Alexander Pfennig) bis hin zum Bezirk vertreten. Wir stellen sogar mit Magnus Jezussek einen Weltkatabewerter!

 

Die Funktionärsebene kommt dabei auch nicht zu kurz: Auch hier können wir nunmehr mit Stolz auf ein breit gefächertes Engagement unserer Athleten in den Judofachverbänden blicken: vom DJB (Kati Hagenah, stellvertr. Jugendleiterin) über den BJV bis hin zur Bezirksebene. Auch mit Trainer A bzw. B-Lizenzen auf Bundesebene (Wolfgang Heindel, Klaus Lohrer; Gerd Langrock, Hennry Schott und Michael Spudat) bis hin zur Bayerischen Ebene sind wir stark vertreten.

 

Die Wettkampferfolge haben sich in den letzten Jahren durch das sehr engangierte ÜL-/Trainerteam vervielfacht, So ist das Jahr 2015 zu unserem erfolgreichsten Jahr seit Bestehen und in der gesamten Judogeschichte des TVE geworden

 

  • Die Mannschaft kämpft 2016 im Oberhaus des Judosport, der 1. Bundesliga (Verantwortlich Heiko Koch, Klaus Lohrer, Sven Reß) als echter Amateurverein gegen Profis, die mit Olympiasiegern und Weltmeistern auffahren und dafür viel Geld bekommen. Mit dem Aufstieg in die Regionalliga wurde unsere Mannschaft bei der Sportlerwahl „Mannschaft des Jahres 2004“ mit dem 2. Platz (nach Triathlon) belohnt! In der Einzelwertung wurde Michael Spudat 2004 Zweiter (2. Platz DT MU20), ebenso Franziska Reinsperger 2012 (G-Judo WK 1+2).
  • Die Mannschaft hat ihren 2. Platz der Bayernliga aus 2015 unter der Führung von Sven Reß zu verteidigen, kann den Erfolg noch steigern.
  • Die Mannschaft hat den 3. Platz in der Bezirksliga 2015 gesichert, geführt von Christian Emilius und Gerd Macholdt. Aus dieser und der 2. Mannschaft wird der Nachwuchs für die jeweils nächst höhere Liga rekrutiert.
  • Klaus Traum einer Frauenmannschaft ist seit zwei Jahren wahr geworden, 6. Platz in der Landesliga Nord 2015.
  • Die Jugendligamannschaft hat mit Verstärkungen vom TSV Frauenaurach und ATSV Erlangen 2015 den Platz in Mittelfranken (Moritz Schwob, Alexander Pfennig, Claudia Schüren) belegt.
  • Die Vereinsmannschaft MU12 (mit der gleichen Unterstützung wie vorstehend) wurde Bayerischer Vizemeister 2015, Steigerungen möglich, laut den Verantwortlichen Gerd Macholdt und Steffen Eckstein.
  • Auch Einzelergebnisse lassen sich unzählige nennen, stellvertretend für alle: Christopher Haas und Michael Gantmann (U15, 3. Plätze nordbayerische EM, je 7. Platz BY), Felix Schwob (U18, 1. Platz Süddeutschland), Lisabeth Emilius (U18, 3. Platz Süddeutschland), Florian Schwob (U21, 9. Platz Deutsche EM), Leonard Schupletsov (Männer, 7. Platz Deutsche Hochschulmeisterschaft).
  • Wolfgang Heindel (Ju Jutsu Weltmeister und Landestrainer der U18), Heiko Koch (2. Platz Europameisterschaft Ü30/2003) Klaus Lohrer (Vizeweltmeister Ü30/2004), könnte noch fortgesetzt werden.

 

Alles steht und fällt mit den Judowerten: Teamgeist, Mut, Selbstbeherrschung, Freundschaft, Kameradschaft, Einbindung von Gästen, Hilfsbereitschaft untereinander, Fairness, gegenseitige Rücksichtnahme, Höflichkeit, Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Achtung des Gegenübers, ungeachtet seiner Herkunft oder Religion, Völkerverständigung, und vieles mehr. Frei nach Kanos Leitsätzen: „möglichst effizienter Gebrauch von Geist und Körper“ und „gemeinsam trainieren zum gegenseitigen Wohlergehen“. Gäste behaupten immer wieder, „dass in diesem Dojo ein besonderer Gemeinschaftsgeist herrscht, in dem sich Jeder schon nach der ersten Einheit heimisch und geborgen fühlt“.

 

Weder die laufende Fortbildung mit Olympiasiegern und Weltmeistern (z. B. Frank Wienecke) noch die Freizeit kommen bei uns zu kurz: Jugendzeltlager, Erwachsenenzeltlager, Skifahrt, Segeln, Judo-Filmnacht für Jugendliche, Familienwanderungen, Stammtisch u. v. m. werden mit Hingabe organisiert und durchgeführt.

 

Tja, auch der jährliche Kampf ums liebe Geld, gehört uneingeschränkt dazu. Es ist jährlich ein „besonderer Kampf“ dem wir uns stellen müssen, bisher konnten wir es mehr schlecht als recht lösen. Für Unterstützungen über Sponsoring, Spenden und Spenderwand mit kleinen wie großen Zuwendungen sind wir immer offen, einfach nachfragen.

 

Dabei wird aber unser Motto, auch in der 1. Bundesliga nicht vernachlässigt: pain ist temporary, glory is forever! Keiner der Mannschaftsmitglieder erhält ein Salär, alle kämpfen für die Ehre und für das Team. Aber so ist nun mal unsere Welt, auch hier entstehen dennoch Fixkosten (u. a. Fahrtkosten, Startgelder, ggfs. Verpflegungskosten, Equipment, Ausstattungen der Mannschaften) die gestemmt werden müssen…..,

 

Nun, da gäbe es noch viel zu erzählen, was hier aber den Rahmen sprengen würde, ist eh’ schon viel geschrieben worden. Aber, man könnte das Weitere ja alles in gemeinsamer, fröhlicher Runde bei einer guten Brotzeit vertiefen……

 

   
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